T-Systems-Claim-Logo
Suchen
abstrakte blaue und magenta Rauchstrukturen

Warum die Public Cloud das „Neue Normal“ wird

Public, Private, Hybrid? Cloud-Modelle sind vielfältig – angetrieben durch Player wie AWS und innovative Technologien

12. Juli 2021Frank Strecker

Cloud-Transformation ist in vollem Gang

Cloud ist das „Neue Normal“. Und immer mehr Unternehmen setzen auf eine „Public Cloud first“-Strategie. Denn die Wahrnehmung hat sich verändert: Heute lautet die Frage, die sich Kunden stellen nicht mehr „Warum Cloud?“, vielmehr heißt es: „Warum keine Cloud?“ und „Wie schnell kann eine Cloud implementiert werden?“. Frank Strecker erläutert, wie die Partnerschaft von T-Systems und AWS Kunden Zugang zu Technologien bietet, die dies ermöglichen.

Gemeinsam mit AWS das Cloud-Geschäft vorantreiben

Händeschütteln vor grauem Hintergrund

Im Dezember 2020 verkündeten T-Systems und AWS ihre strategische Partnerschaft – ein Meilenstein in einer Kooperation, die schon seit Jahren erfolgreich am Markt bestand. Wir wissen die hohen Standards zu schätzen, die die AWS in ihrem APN-Programm setzt: Denn so stellt sie sicher, dass die Partner über alles verfügen, das sie benötigen, um Kunden so zu beraten und über die Details der AWS Cloud-Services zu informieren, wie sie es von Amazon gewohnt sind – absolut serviceorientiert. Diese neue, erweiterte Partnerschaft mit AWS basiert auf unserem gemeinsamen Verständnis, wie wir das Cloud-Geschäft vorantreiben und Kunden – egal ob große oder kleine Firmen – bei ihrer Cloud-Erkundung unterstützen wollen.

Die Wahrnehmung hat sich verändert

In einem Roundtable-Webinar rund um unsere Partnerschaft, erläuterten Darren Mowry (Managing Director EMEA bei AWS) und Adel-Saleh (CEO von T-Systems), wie sehr sich die Wahrnehmung der Cloud im letzten Jahrzehnt verändert hat. Noch im Jahr 2010 waren Kundengespräche zur Cloud geprägt von Bedenken bezüglich Leistung und Sicherheit. Die wichtigste Frage lautete damals „Warum sollten wir in die Cloud?“. Heute ist das Gegenteil der Fall, die Kunden fragen „Warum sollten wir es nicht tun?“Die Tatsache, dass Unternehmen ihre Prioritäten neu ausrichten und schneller als je zuvor in die Cloud wechseln, bestätigt unsere Erfahrung, dass die Akzeptanz der Public Cloud am Markt wächst. Fachleute sind sich einig, dass Public und Hybrid Cloud in absehbarer Zeit die Wachstumsdynamik von Unternehmen bestimmen werden. Mag die Cloud anfangs nur für hohe Workloads aus dem Entwicklungsbereich oder gelegentliche Experimente gedient haben – inzwischen ist sie das „Neue Normal“. 

Die richtige Strategie lautet: Public Cloud first

T-Systems beschäftigt sich bereits seit 13 Jahren mit Cloud-Lösungen. Wir kennen die Vorteile sehr genau. Nicht zuletzt, weil wir unsere eigene Cloud-Transformation durchlaufen und beim Migrieren unserer Muttergesellschaft, der Deutschen Telekom, Erfahrungen aus erster Hand gesammelt haben. Dies hat uns gelehrt, dass eine „Public Cloud first“-Strategie die richtige ist; und dass jeder, der sein On-Premises-Geschäft um jeden Preis schützen will, sich selbst ausbremst.

Zu dieser Erkenntnis kommen derzeit viele Unternehmen, egal in welcher Branche oder Region – denn die Argumente, in eine Cloud zu migrieren, sind sehr überzeugend.

Drei Hauptgründe

1. Agilität: In einer flexiblen Cloud-Umgebung lässt sich Neues ausprobieren, ohne dass gleich die Kosten hochschnellen. Durch das geringere Risiko fällt es Unternehmen leichter, auch mal zu experimentieren und disruptive neue Konzepte sowie Anwendungen zu implementieren. 

Das 2. Argument lautet Kosteneinsparung: sprich das CapEx-Modell wird ersetzt vom OpEx-Modell. In der Vergangenheit neigten viele Unternehmen dazu, IT-Kapazitäten für den Geschäftsbetrieb überzudimensionieren; sie wollten unbedingt sicherstellen, dass auch in Phasen mit hoher Nachfrage alles reibungslos funktioniert, und Ausfälle um jeden Preis vermeiden. Das bedeutete, dass sie in der Regel mehr für IT-Leistung zahlten, als sie tatsächlich nutzten. Das passiert bei der Public Cloud nicht: Sie zahlen nur, was sie gemäß ihrem individuellen Bedarf abrufen, und Kapazitätslücken treten aufgrund der Cloudstruktur gar nicht erst auf. 

Beim 3. Argument kommt der Mensch ins Spiel: Die Cloud übernimmt Routineaufgaben, so dass sich die hochqualifizierten (und hochbezahlten) Beschäftigten in Unternehmen den wirklich wichtigen Aufgaben widmen können. Statt ihre Zeit mit dem Aufbauen und Einrichten von Hardware oder anderen Wartungsarbeiten an irgendeinem Standort zu verbringen, können sich die IT-Fachleute anspruchsvolleren Herausforderungen widmen und Lösungen erarbeiten. 

Eine schnelle und sorgfältige Migration

Mit einem globalen Cloud-Partner wie AWS können Unternehmen in kurzer Zeit von allen drei Vorteilen der Cloud-Migration profitieren. Die regionalen „Cluster“ von AWS bieten eine zeitnahe, leistungsstarke und fehlertolerante Infrastruktur innerhalb eines Landes; das erleichtert das Einhalten von Datenschutzvorschriften. Außerdem können wir sicherstellen, dass Ihre Infrastruktur schnell aufgesetzt ist und die Systeme startklar sind.

Unlängst unterstützten wir ein großes Chemieunternehmen dabei, Systeme aus den eigenen Rechenzentren in die Cloud zu migrieren. In weniger als acht Wochen analysierten wir die komplette IT-Landschaft und erstellten eine Migrationsstrategie, die dem finanziellen Rahmen entsprach. Auf dieser Grundlage konnte der Kunde schnell entscheiden: Er führte eine umfassende Migration durch, die ihm Kosten sparte, weil er Cloud-native Services nutzte. Mit einem globalen Cloud-Partner wie AWS können Unternehmen in kurzer Zeit von allen drei Vorteilen der Cloud-Migration profitieren. 

Ein perfektes Trio: Cloud, Datenschutz und Compliance

Lassen sich Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen in der Cloud einhalten? Ja, das geht. Aber es gibt einiges zu beachten.

Die richtige Plattform mit dem richtigen Know-how

Tesa Streifen in vielen Farben auf orangem Hintergrund

Wenn bahnbrechende Lösungen auf Wissen und Umsetzungserfahrung treffen, entsteht Raum für spannende Entwicklungen. Genau diese Kombination ist es, die die Partnerschaft zwischen AWS und T-Systems so vielversprechend macht. AWS liefert eine ganz erstaunliche Technologiebasis, die sie kontinuierlich erweitern und verbessern. T-Systems bringt große Erfahrung mit beim Migrieren betrieblicher, vor allem geschäftskritischer Prozesse.

Wir beschäftigen derzeit über 2.000 Cloud-Expertinnen und -Experten und arbeiten gemeinsam mit AWS an einem Schulungsprogramm, um die Zahl weiter zu erhöhen. Wir haben das Cloud Migration Framework entwickelt, um die Geschäftskontinuität zu gewährleisten, die Anwendungen auszuwählen, die sich schnell in die Cloud verlagern lassen, und die Arbeitslasten auf eine hochstrukturierte, „fabrikähnliche“ Weise zu migrieren, die die Transformation beschleunigt und die Wahrscheinlichkeit von Fehlern reduziert.

Wenn Sie mit den richtigen Fachleuten zusammenarbeiten, können Sie sicher sein, dass Sie die Vorteile der Public Cloud – Skalierbarkeit, Redundanz, Überwachung – voll ausschöpfen werden. Führen Sie Ihre Migration mit AWS und T-Systems durch und Sie werden nie allein dastehen: Sie erhalten vielmehr Top-Support, weil wir nah dran sind – an Ihren Prozessen und an Ihrem Business.

Wohin entwickelt sich die Cloud ?

Der Markt wächst schnell. Angetrieben von Hyperscalern wie AWS hat sich Cloud Computing in den letzten zehn Jahren völlig verändert. Aus meiner Sicht gehört die Zukunft intelligenten hybriden Ökosystemen, die Unternehmen eine Präsenz in der Public Cloud bieten – zusätzlich zu einer Reihe von Anwendungen, die on-premise vor Ort bleiben, um Datenschutzvorschriften einzuhalten.

Auf der re:Invent 2020, wo wir die Partnerschaft zwischen AWS und T-Systems bekanntgegeben haben, sprach AWS-Gründer Andy Jassy über die Anforderungen der Kunden: Sie wollen eine hybride Lösung, die die gleichen Tools und APIs nutzt wie ihre Cloud-Services. Es ist daher wenig überraschend, dass AWS in diesem Bereich in rasantem Tempo neue Lösungen entwickelt hat:  durch die Anwendung von VMware Cloud auf AWS zum Verschieben von Arbeitslasten und durch den Einsatz von AWS Outposts, physischen Installationen nativer AWS-Cloud-Technologie und -Services, die vollständig in AWS integriert sind, sich aber beim Kunden vor Ort befinden.

Ich bin mir sicher, dass weiterhin neue Technologien entstehen werden, die das Cloud-Angebot zusätzlich ergänzen. Ein Beispiel ist die Modernisierung von Call-Centern – ein Thema, das während der Coronapandemie stark an Bedeutung gewonnen hat, da die Beschäftigten schnell auf ein Home-Office-Arbeitsmodell wechseln mussten. Mit Amazon Connect waren Unternehmen in der Lage, virtuelle Call-Center innerhalb weniger Tage einzurichten. 
Ein weiteres Beispiel kommt von einer Hotelkette: Sie hat in ihren Häusern das kontaktlose Einchecken mittels Gesichtsanalyse umgesetzt. Unterstützt durch KI und maschinelles Lernen gehörten diese Hotels zu den ersten, die nach dem Lockdown sicher wieder öffnen konnten.

Data Lakes treffen auf Edge Computing

Der andere wichtige Bereich, der weiter wachsen wird, ist die Analytik. Wer Daten erheben, speichern, analysieren und teilen möchte, hat es heute durch die Cloud einfacher als je zuvor. Hinzu kommen Kostenvorteile und die Nähe zu den Analysediensten.  Der Analysedienst von AWS, Amazon S3, bildet dabei für viele Unternehmen die Grundlage. Die nächste Herausforderung besteht darin, dafür zu sorgen, dass alle im Unternehmen auf diese Daten zugreifen und sie so zusammenführen können, dass interessante Dinge möglich werden. Auch hierfür entwickeln die Fachleute hybride Lösungen: Data Lakes in Kombination mit Edge Computing, die es Maschinen ermöglichen, Daten dort zu verarbeiten, wo sie sich befinden.

Die Cloud mag das „Neue Normal“ sein, aber das bedeutet nicht, dass die Transformation bereits abgeschlossen ist. Im Gegenteil – sie wird niemals abgeschlossen sein. Das gilt sowohl für den Markt als auch für jedes einzelne Unternehmen. Sobald ein Kunde seine Anwendungen in die Cloud migriert hat, wird er wahrscheinlich auch seine Dienste nachziehen, weil er so zufrieden ist. Deshalb bieten wir als letzten Schritt im Cloud Migration Framework Managed Services an. Und somit geht die Reise weiter. Gemeinsam mit AWS, einem Partner, der immer bis an die Grenzen des Machbaren in der Cloud geht, freuen wir uns darauf, der Weg von Unternehmen in die Cloud erfolgreich zu unterstützen – denn Digitalisierung ist unsere Leidenschaft.

Zum Autor
IM-Frank-Strecker

Frank Strecker

Senior Vice President Global Cloud Computing & Big Data und Edge , T-Systems, Digital Solutions

Profil und alle Artikel ansehen

Das könnte Sie auch interessieren

Besuchen Sie t-systems.com außerhalb von Austria? Besuchen Sie die lokale Website für weiterführende Informationen und Angebote für Ihr Land.