Was tun, wenn der schwarze Schwan landet? Schon 2016 hat mich diese Frage umgetrieben. Damals haben wir bei T-Systems aus Überzeugung das Null-Fehler-Programm Zero Outage gestartet. Der Kern war simpel – und zugleich unbequem: Was könnte alles passieren? Und: Wie verhindern wir es, bevor es passiert?
Zehn Jahre später ist klar: Diese Fragen sind aktueller denn je. Wir leben in einer globalen Dauerkrise: Corona-Pandemie, Kriege, Klimawandel, Lieferkettenbrüche, Blackouts. Der Stromausfall im April 2025 in Spanien hat es noch einmal verdeutlicht: Resilienz ist kein theoretisches Konzept, sondern Überlebensstrategie. Dieser Blackout war die größte Störung im europäischen Verbundsystem seit mehr als 20 Jahren. U-Bahnen, Telefonleitungen, Ampeln und Geldautomaten fielen aus. Der Bahnverkehr kam zum Erliegen, auf den Straßen gab es kilometerlange Staus. Auch Flughäfen waren betroffen.
Unsere Landesgesellschaft T-Systems Iberia hingegen war nicht vom Stromausfall betroffen. Wir waren jederzeit für unsere Kunden da. Unser Rechenzentrum in Barcelona lief ohne Unterbrechung weiter. Weil wir im Vorfeld einiges dafür getan hatten, auf eine solche Situation bestmöglich vorbereitet zu sein – ganz im Sinne von Zero Outage.
Über die Bedeutung dieses Null-Fehler-Konzepts und Resilienz im Allgemeinen habe ich im aktuellen Splunk-Podcast mit Moderator Sven Hansel gesprochen. Ich habe betont, warum Resilienz in der IT kein Nice-to-have, sondern längst ein Must-have ist – für Unternehmen jeder Größe. Die Antwort darauf kann nicht nur ein Krisenstab sein. Resilienz ist Chefsache. Geschäftsführung und Geschäftsmodell müssen jederzeit auf den Fall der Fälle vorbereitet sein.
Und Resilienz beginnt bei der Qualität. Für uns war und ist klar: Für Kunden alles möglich zu machen heißt, Qualität kompromisslos nach vorne zu stellen. Quality is King! Gleichzeitig schließen sich hohe Qualität und Wettbewerbsfähigkeit nicht aus. Im Gegenteil – verlässliche IT ist die Grundlage für Differenzierung, Vertrauen und Souveränität. Und am Ende des Tages bewahrt Qualität einen vor Verlusten in Millionenhöhe.
Ein zentraler Hebel dafür ist Achtsamkeit im Unternehmen. Heute ist alles messbar, in Echtzeit. Kritische Faktoren gehören auf ein übersichtliches Dashboard, wie im Cockpit eines Formel-1-Fahrers. Der Begriff Observability beschreibt das technisch, aber im Kern geht es um etwas Menschliches: hinschauen, zuhören und rechtzeitig handeln. Prozesse helfen dabei, denn nicht jeder ist immer zu 100 Prozent achtsam.
2026 wird ein weiteres Thema für Unternehmen und Entscheider immer wichtiger wird: Künstliche Intelligenz. KI ist disruptiv – und notwendig. Für unsere Volkswirtschaft, für Wachstum, für Wohlstand. Wir müssen die gedanklichen Blockaden überwinden. Denn KI kann Maschinen besser warten (Predictive Maintenance), Qualitätsprozesse optimieren oder Ärzte in der Notaufnahme unterstützen. Wichtig ist: Das alles sind menschenbasierte Entscheidungen, bei denen der Mensch als Entwickler jederzeit eingreifen kann.
KI ist disruptiv – und notwendig. Für unsere Volkswirtschaft, für Wachstum, für Wohlstand.
Dr. Ferri Abolhassan, CEO T-Systems & Vorstandsmitglied Deutsche Telekom
Darum bauen wir auch gemeinsam mit NVIDIA und SAP Europas größte und modernste Industrial AI Cloud – eine souveräne KI-Fabrik mit höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards. Gerade für den Mittelstand ist das entscheidend, um Maschinen, Prozesse und Geschäftsmodelle resilienter aufzustellen.
Warum das Zero-Outage-Mindset heute dringlicher ist als je zuvor, Resilienz wichtig ist und wie KI Unternehmen dabei unterstützen kann, darüber – und vieles mehr – spreche ich im Splunk-Podcast. Hören Sie mal rein!
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Im Podcast spricht Dr. Ferri Abolhassan darüber, warum Resilienz immer Konjunktur hat, Unternehmen mehr Achtsamkeit brauchen und die Arbeit mit Kunden die nobelste Aufgabe im Unternehmen ist. Und er erklärt, warum nur resiliente Unternehmen unabhängig und sicher – kurz: souverän – agieren können.