T-Systems-Claim-Logo
Suchen
Eine Frau auf Krücken steht an einem See und lächelt

Digitale Gehhilfe

Wenn die Krücken schneller kommen: Wie die BARMER Krankenkasse die Vergabe medizinischer Hilfsmittel optimierte.

Die BARMER Krankenkasse betreut mit ihren rund 14.000 Angestellten fast 9 Millionen Versicherte. Allein für die Finanzierung medizinischer Hilfsmittel verwaltet das Unternehmen jedes Jahr ein Budget von mehr als einer Milliarde Euro. Mit ihrer Hilfsmittel-Online-Plattform und den Partnern T-Systems und HMM Deutschland ist die BARMER auch in Zukunft organisatorisch und technisch gewappnet, um eine professionelle Zusammenarbeit mit Herstellern, Apotheken, Sanitätshäusern, Ärzten und Patienten sicher zu stellen.

Sozialgesetzbuch regelt medizinische Hilfsmittelversorgung

Werden sie krank oder pflegebedürftig, haben Versicherte in Deutschland nach geltendem Recht Anspruch auf medizinische Hilfsmittel. Dazu gehören Sehhilfen, Einlagen und Orthesen ebenso wie Messgeräte, Rollstühle und Betten. So umfasst das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland 30.000 verschiedene Produkte.

Manchmal kaufen die Patienten diese Hilfsmittel selbst, in der Regel aber erhalten sie diese per Rezept, das sie in einem der rund 3.000 Sanitätshäusern in Deutschland einlösen.

Die Sanitätshäuser reichen Rezept und Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse ein. Die Krankenkasse prüft den Bedarf und übernimmt bei positivem Ergebnis die Kosten – zum Beispiel für Gehhilfen, die ein Patient nach einer Operation benötigt.

Bremsfaktor Handarbeit

Schaubild vom Prozess vor der Umsetzung der digitalen Lösung

Tausende solcher Hilfsmittelrezepte prüften die BARMER-Mitarbeiter monatlich in den bundesweit knapp 400 Geschäftsstellen viele Jahre händisch – ein fehleranfälliges und zeitaufwändiges Verfahren. 

Denn das Verschreiben von Bandagen, Orthesen und Co muss gemäß der Hilfsmittelrichtlinie von der Krankenkasse genehmigt werden. Die Geschäftsstellen mussten außerdem überprüfen, ob das verordnete Hilfsmittel zur Diagnose passt. Anschließend erst leiteten die Sachbearbeiter den Prozess ein, damit die Patienten ihre Hilfsmittel erhalten - entweder durch Abholung im Sanitätshaus oder per Post. Patienten mussten also in der Regel tagelang warten, bis sie nach Abschluss der Untersuchung und der Übertragungen ihre medizinische Hilfe erhielten. Sie hatten keinen Überblick über den Bearbeitungsstatus ihrer Anfragen. Die einzige Möglichkeit, um sich über den aktuellen Stand zu informieren, bestand in einem Anruf bei der Kundenbetreuung der BARMER anzurufen – nicht nur eine Geduldsprobe für die anrufenden Patienten, sondern auch ein hoher personeller Aufwand für die Krankenkasse (siehe Grafik – Teil 1). 

Die Lösung: der Aufbau einer digitalen Plattform, entwickelt mit Hilfe von T-Systems. Das Ziel: schnellere Bearbeitung, mehr Transparenz, niedrigere Kosten.
„Jeder von uns, der heute privat im Internet Waren bestellt, erwartet, dass sie morgen geliefert werden“, sagt Jürgen Rothmaier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER. „Diese Erwartung haben unsere Kunden auch an die Leistungen einer Krankenkasse. In diesem Sinne trägt unsere Zentrale Healthcare Plattform (ZHP) zu schlankeren und effizienteren Prozessen bei und verbessert damit letztlich die Servicequalität für unsere Kunden“.

Physische Auslieferung wird „manuelles Minimum“

Schaubild vom Prozess nach der Umsetzung der digitalen Lösung

Mit Hilfe der Zentralen Healthcare Plattform (ZHP) des T-Systems Partners HMM Deutschland GmbH konnte die BARMER die Hilfsmittelversorgung digital optimieren: Anstatt Rezept und Kostenvoranschlag vom Sanitätshaus per Post auf Papier zu erhalten, die Unterlagen einzuscannen und die Daten manuell zu korrigieren, bevor sie weiterverarbeitet werden konnten, geschieht dieser Vorgang mit Hilfe des ZHP heute vollständig digital:  Die Software erkennt, welche Hilfsmittel wo verfügbar sind, koordiniert auf dieser Basis die Beschaffung und bindet die entsprechenden Sanitätshäuser ein. Zudem entlastet die Software die Mitarbeitenden der BARMER der manuellen Prüfung (siehe Grafik – Teil 2).

Die Plattform wird seit ihrer Einführung schrittweise um Informationskanäle erweitert, die dem Kunden einen besseren Überblick über den Betreuungsprozess und dessen konkreten Stand geben. 
Da der gesamte Prozess innerhalb der Software abläuft, ist eine manuelle Übertragung zwischen verschiedenen Kanälen nicht mehr notwendig. Dies erhöht die Datenqualität und verringert die Fehlerwahrscheinlichkeit.

Vor allem beschleunigt ZHP die Bereitstellung, da die meisten manuellen Arbeitsschritte entfallen. Durch den digitalisierten Prozess werden die BARMER-Mitarbeiter entlastet und können sich mehr mit anderen kundenorientierten Tätigkeiten beschäftigen.

Höchste Sicherheit, optimaler Komfort

Außerdem können sie sich auf höchste Sicherheit und technischen Komfort verlassen: T-Systems stellt die Software aus einem sicheren deutschen Rechenzentrum bereit, auf die Mitarbeiter der Krankenkasse als auch der angeschlossenen Sanitätshäuser von ihren Endgeräten aus zugreifen können. Als IT-Partner der BARMER stellt T-Systems sicher, dass die Software mit den anderen Systemen der Krankenkasse auch nach Anpassungen reibungslos zusammenarbeitet. Ein Beispiel dafür ist das Kernsystem oscare®, mit dem das Krankenversicherungsunternehmen heute sein gesamtes Privatkundenmanagement betreibt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir freuen uns auf Ihr Projekt!

Gern stellen wir Ihnen den passenden Experten zur Seite und beantworten Ihre Fragen rund um Planung, Implementierung und Wartung Ihrer Digitalisierungsvorhaben. Sprechen Sie uns an!

Über die Autorin

Durga Godbole ist Content Spezialistin bei T-Systems. Sie verfügt über 16 Jahre Erfahrung im Verlagswesen (Zeitungs- und Internetmedien) und im Marketing.

Besuchen Sie t-systems.com außerhalb von Germany? Besuchen Sie die lokale Website für weiterführende Informationen und Angebote für Ihr Land.