SD-WAN automatisiert das Firmennetz.
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SD-WAN

Ziemlich beste Freunde: SD-WAN und Digitalisierung

SD-WAN automatisiert das Firmennetz.

Das agile und schnelle SD-WAN ergänzt andere Netze perfekt.

  • Digitalisierung erfordert flexible Netze
  • Schnelle Netzanpassungen dank zentraler Steuerung
  • Netzdienste quasi per Knopfdruck
  • Globales SD-WAN dank internationaler Netzallianz

Die neue Technologie SD-WAN macht das Firmennetz extrem wandelbar

SD-WAN (software-defined Wide Area Network) ist das neue Wundermittel für das standortübergreifende Firmennetz – darüber sind sich alle einig. Der weltweite Markt für SD-WAN soll laut einer Studie des US-Analystenhauses IDC bis 2021 um fast 70 Prozent pro Jahr wachsen, auf acht Milliarden Dollar. „Während viele Netztechnologien als das nächste große Ding über-hypt werden, hält das SD-WAN sein Versprechen“, schreibt etwa Gartner-Analyst Andrew Lerner in einem Blogbeitrag.
Doch was SD-WAN bedeutet – darüber gehen die Meinungen auseinander. Denn ihre Ursprünge hat die Neuerung zwar in der Rechenzentrums-Technologie Software-Defined Networking (SDN), dennoch unterscheidet sie sich davon. Gartner zum Beispiel sieht die Technologie hauptsächlich als Turbo für Weitverkehrsnetze mit hybridem Access: Je nach Applikation, aktueller Netzlast, Sicherheits-Policies und anderen Faktoren wählt das Netz flexibel die passende Übertragungstechnologie.
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Zentrale Netzsteuerung

Keine Frage, SD-WAN kann auch das. Doch die Vorteile gehen weit darüber hinaus: „Das neue Netzkonzept erlaubt es, das WAN automatisiert anzupassen: ein Multi-VPN, ein Internet-Breakout oder eine Firewall fast per Knopfdruck bereitzustellen“, sagt Ulrich Welss, Vice President Enterprise Networks bei T-Systems. Das war bisher nicht möglich: Heutige Firmennetze auf MPLS-Basis und Internet-VPNs lassen sich nur aufwändig konfigurieren.

Hinter der Agilität des SD-WAN stehen zwei Virtualisierungs-Technologien: zum einen natürlich Software-Defined Networking, zum anderen auch Network Function Virtualization (NFV). SDN löst die Steuerung des Netzes von den Routern und Switches und zentralisiert sie. Damit wird das Netz programmierbar, dezentrale Router-Konfiguration gehört der Vergangenheit an. NFV stellt Netzfunktionen wie Firewalls und Load Balancer als reine Software und damit im Nu bereit. Vorbei sind damit die Zeiten, als Spezialhardware per Paket eintraf und ein Techniker sie vor Ort konfigurierte. 

MPLS ist nicht tot

Wie aber soll ein multinationales Unternehmen SD-WAN in seinem Netz einführen? 77,8 Prozent der Unternehmen, die SD-WAN nutzen möchten, wollen MPLS nicht aufgeben, ergab eine Umfrage von Nemertes Research. Im Prinzip gibt es daher zwei Lösungen: Unternehmen ergänzen ihr bestehendes Netz mit SD-WAN-Technologie, wo sie hohe Agilität benötigen. Oder sie warten ab – denn namhafte Netzanbieter entwickeln auch ihre MPLS-Plattformen in Richtung Virtualisierung und stellen zum Beispiel auf virtuelle Edge-Router um. „In diesem Fall erhalten Unternehmen schrittweise die neue Netz-Agilität“, meint Welss. „Sie können bedarfsorientiert und mit wesentlich weniger Risiken auf die Nutzung der neuen Technologie schwenken.“

SD-WAN überall

Wer sich im SD-WAN-Markt nach einem Anbieter umsieht, sollte jedoch drei verschiedene Ansätze im Kopf haben: Auf der einen Seite tummeln sich dort Technologie-Hersteller wie Cisco und Juniper, in der Mitte reine SD-WAN Anbieter und auf der anderen Seite Dienstleister, die SD-WAN als Ende-zu-Ende Managed Service bereitstellen – inklusive Hardware, lokalem Access und Betrieb samt Service Levels. Bei letzteren sind die SD-WAN-Dienste natürlich nur dort verfügbar, wo sie eigenes Netz haben. Deswegen geht T-Systems einen zusätzlichen Weg: Als Mitglied von ngena, einer Allianz von Netzanbietern, bietet die Telekom-Tochter mit Smart SD-WAN ein Netz an, das nicht nur agil und carrierübergreifend ist, sondern auch weltweit verfügbar und standardisiert.