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Digitales weißes Netz auf einem blauen Hintergrund

Wie verändert Edge unser Business?

Wie Unternehmen mit Edge Computing ihre Datenströme effizienter steuern und innovative Anwendungsszenarien realisieren

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06. Oktober 2021Albert Kroisleitner

Kurze Wege für die Daten

Niedrige Latenzen, hohe Konnektivität und effektive Bandbreitennutzung: Edge Computing eignet sich ideal für den Einsatz im IoT, das auf eine möglichst schnelle Verarbeitung von Echtzeitdaten angewiesen ist. Beste Voraussetzungen, um in Zukunft auch zentrale IT-Infrastrukturen von den rasant steigenden Datenmengen zu entlasten.

IoT wird zum Datenmultiplikator

Hochhausskyline bedeckt von einem digitalen Netz

Der globale Datenverkehr explodiert: Weil unsere Welt immer intelligenter und vernetzter wird, rechnen Experten in den nächsten Jahren mit einem exponentiellen Wachstum des weltweiten Datenaufkommens. Laut einer Schätzung des Marktforschungsunternehmens IDC könnte die Menge der generierten Daten im Jahr 2025 auf 175 Zettabyte steigen. Das Internet of Things (IoT) wird zu einem treibenden Faktor hinter dieser Entwicklung: Der Smart-Home-Boom, vernetzte Produktions- und Logistikprozesse sowie IoT-Projekte im öffentlichen Raum erzeugen in Zukunft immer mehr Daten. Obwohl die Corona-Krise das Wachstum des IoT-Marktes zwischenzeitlich ausgebremst hat, rechnen Analysten mit einer schnellen Erholung des Sektors. Während die globale Anzahl vernetzter IoT-Devices laut Transforma Insights im Jahr 2019 noch bei 7,74 Milliarden lag, rechnet das Forschungsunternehmen im Jahr 2025 bereits mit 16,44 Milliarden Geräten. Manche Analysten gehen sogar von der doppelten Menge im gleichen Zeitraum aus.

Zentrale IT-Ressourcen entlasten

Wenn zentrale Cloud-Infrastrukturen die zukünftig anfallenden Echtzeitdaten allein verarbeiten müssen, werden sie früher oder später an ihre Grenzen stoßen – dafür ist das Wachstum schlichtweg zu rasant. Viele dieser Daten müssten aber eigentlich gar nicht in den großen Rechenzentren landen, sondern wären an ihrem eigentlichen Entstehungsort - der Edge - viel besser aufgehoben. Dort könnten dezentrale Edge-Computing-Infrastrukturen die Daten ohne physischen Umweg in Echtzeit analysieren und speichern. Denn gerade bei IoT-Szenarien braucht die Cloud häufig nur einen Bruchteil der gesammelten Informationen. Man denke zum Beispiel an intelligente Kamerasysteme für die Verkehrsanalyse: Der Livestream einer Kreuzung erzeugt innerhalb kürzester Zeit große Mengen an Echtzeitdaten, für den Machine-Learnring-Algorithmus in der Cloud sind aber eigentlich nur spezielle Ereignisse interessant. Wenn Kamerasystem und Cloud dann trotzdem unzählige Stunden an Videomaterial austauschen, auf denen gar keine Autos die Kreuzung passieren, belastet das unnötig die eigenen IT-Ressourcen.

Edge Computing in der Praxis

Erfahren Sie, wie Edge Computing zu einem reduzierten Gesamtaufkommen des Datenverkehrs führt, die Performance von Anwendungen erhöht und die Gesamtkosten optimiert.

Produktion und IT wachsen zusammen

Um auch komplexe Edge-Computing-Infrastrukturen effizient zu verwalten, sind Unternehmen auf eine zentrale Plattform für die Steuerung sämtlicher Systeme angewiesen. Im Center Connected Industries (CCI) der RWTH Aachen haben wir aus diesem Grund unsere EdgAir-Lösung installiert. Mit der Plattform sind Angestellte in der Lage, zentral auf Services wie die Maschinenverwaltung oder Zustandsüberwachung zuzugreifen. Weil das gesamte Edge-Ökosystem mit dieser Lösung aus der Cloud verwaltet wird, können Mitarbeiter fortwährend neue Services oder Funktionen aufspielen und bei Bedarf über das Netzwerk auf die Edge-Infrastruktur übertragen. Auf diese Weise sind Unternehmen in der Lage, ihre Abläufe unkompliziert miteinander zu verzahnen und zu optimieren. Das Ergebnis: Produktion, Kommunikation und IT wachsen zusammen. Damit bekommen Unternehmen nicht nur wachsende Datenmengen in den Griff, sondern optimieren auch sukzessive ihre Produktions- und Logistikprozesse. 


Welchen Einfluss hat Edge Computing auf die Nachhaltigkeit?

Weil Edge Computing für einen sparsameren und effizienteren Datenverkehr sorgt, wirkt sich die Technologie auch positiv auf die Klimabilanz von IT-Infrastrukturen aus. Entsprechende Daten müssen häufig gar nicht mehr über das Netzwerk in die zentralen und deutlich energiehungrigeren Cloud-Rechenzentren geschickt werden, sondern werden direkt am Ort ihrer Entstehung verarbeitet. Aufgrund ihrer anspruchsvollen Einsatzszenarien sind Edge Server in der Regel hochgradig auf Ressourceneffizienz optimiert, benötigen weniger Energie und hinterlassen daher einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck als die Technologie in den Rechenzentren. Mit der steigenden Verbreitung von Edge Computing werden Netzwerke und Rechenzentren in Zukunft deutlich entlastet – das führt zu einem geringeren Stromverbrauch und fördert nachhaltigere IT-Infrastrukturen.

Wie gestalten wir die digitale Zukunft?

Genau hier unterstützt T-Systems als Vordenker mit Inspirationen zu innovativen Themen. Lernen Sie, wie wir gemeinsam die nächsten Schritte in unsere digitale Zukunft gestalten.

Zum Autor
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Albert Kroisleitner

Head of Edge Computing , T-Systems International

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