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Digitales weißes Netz auf einem blauen Hintergrund

Wie verändert Edge unser Business?

Wie Unternehmen mit Edge Computing ihre Datenströme effizienter steuern und nachhaltige und innovative Anwendungsszenarien realisieren

31. Januar 2023Durga Godbole

Kurze Wege für die Daten

Niedrige Latenzen, hohe Konnektivität und effektive Bandbreitennutzung: Edge Computing eignet sich ideal für den Einsatz im IoT, das auf eine möglichst schnelle Verarbeitung von Echtzeitdaten angewiesen ist. Beste Voraussetzungen, um in Zukunft auch zentrale IT-Infrastrukturen von den rasant steigenden Datenmengen zu entlasten.

IoT wird zu einem Datenmultiplikator

Hochhausskyline bedeckt von einem digitalen Netz

Der globale Datenverkehr explodiert: Weil unsere Welt immer intelligenter und vernetzter wird, rechnen Experten in den nächsten Jahren mit einem exponentiellen Wachstum des weltweiten Datenaufkommens. Laut einer Schätzung des Marktforschungsunternehmens IDC könnte die Menge der generierten Daten im Jahr 2025 auf 175 Zettabyte steigen. Das Internet of Things (IoT) wird zu einem treibenden Faktor hinter dieser Entwicklung: Der Smart-Home-Boom, vernetzte Produktions- und Logistikprozesse sowie IoT-Projekte im öffentlichen Raum erzeugen in Zukunft immer mehr Daten. Mehr Daten bedeuten auch mehr Emissionen. Doch Edge Computing sorgt für einen wirtschaftlicheren und effizienteren Datenverkehr. Die Daten müssen nicht mehr über das Netz zu den zentralen (und viel energieintensiveren) Cloud-Rechenzentren geschickt werden, sondern werden direkt am Ursprungsort verarbeitet. Edge Computing wirkt sich daher positiv auf den CO2-Fußabdruck von IT-Infrastrukturen aus.

Freisetzung zentraler IT-Ressourcen

Wenn zentrale Cloud-Infrastrukturen die zukünftig anfallenden Echtzeitdaten allein verarbeiten müssen, werden sie früher oder später an ihre Grenzen stoßen – dafür ist das Wachstum schlichtweg zu rasant. Viele dieser Daten müssten aber eigentlich gar nicht in den großen Rechenzentren landen, sondern wären an ihrem eigentlichen Entstehungsort - der Edge - viel besser aufgehoben. Dort könnten dezentrale Edge-Computing-Infrastrukturen die Daten ohne physischen Umweg in Echtzeit analysieren und speichern. Schließlich benötigt die Cloud oft nur einen Bruchteil der gesammelten Informationen, vor allem, wenn es um das Internet der Dinge geht. Nehmen wir das Beispiel der intelligenten Kamerasysteme für die Verkehrsanalyse: Obwohl der Livestream einer Kreuzung innerhalb kürzester Zeit große Mengen an Echtzeitdaten generiert, sind nur bestimmte Ereignisse für den maschinellen Lernalgorithmus in der Cloud tatsächlich von Interesse. Wenn das Kamerasystem und die Cloud dann aber trotzdem unzählige Stunden Videomaterial austauschen, in denen gar keine Autos die Kreuzung passieren, belastet das die IT-Ressourcen des Unternehmens unnötig.

Produktion und IT wachsen zusammen

Um auch komplexe Edge-Computing-Infrastrukturen effizient zu verwalten, sind Unternehmen auf eine zentrale Plattform für die Steuerung sämtlicher Systeme angewiesen. Im Center Connected Industries (CCI) der RWTH Aachen haben wir aus diesem Grund unsere EdgAir-Lösung installiert. Mit der Plattform sind Angestellte in der Lage, zentral auf Services wie die Maschinenverwaltung oder Zustandsüberwachung zuzugreifen. Weil das gesamte Edge-Ökosystem mit dieser Lösung aus der Cloud verwaltet wird, können Mitarbeiter fortwährend neue Services oder Funktionen aufspielen und bei Bedarf über das Netzwerk auf die Edge-Infrastruktur übertragen. Auf diese Weise sind Unternehmen in der Lage, ihre Abläufe unkompliziert miteinander zu verzahnen und zu optimieren. Das Ergebnis: Produktion, Kommunikation und IT wachsen zusammen. Damit bekommen Unternehmen nicht nur wachsende Datenmengen in den Griff, sondern optimieren auch sukzessive ihre Produktions- und Logistikprozesse. 


Nachhaltigkeit auf Edge?

Die digitale Transformation und unsere Ökologie sind eng miteinander verbunden, und die Klimaziele von morgen können nicht mit den Technologien von gestern erreicht werden. Edge Computing wirkt sich positiv auf die Klimabilanz von IT-Infrastrukturen aus, weil es einen effizienteren und kostengünstigeren Datenverkehr ermöglicht. In vielen Fällen können die Daten direkt am Entstehungsort verarbeitet werden.  Aufgrund ihrer anspruchsvollen Anwendungseinstellungen sind Edge-Server in der Regel hochgradig ressourceneffizient optimiert, benötigen weniger Energie und haben daher einen deutlich geringeren Carbon Footprint als die Technik in Rechenzentren. Durch die zunehmende Verbreitung von Edge Computing werden Netze und Rechenzentren in Zukunft deutlich entlastet - mit dem Ergebnis eines geringeren Stromverbrauchs und nachhaltigerer IT-Infrastrukturen.

Wir von T-Systems unterstützen Unternehmen dabei, die richtige Balance zwischen digitalem Wachstum und Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu finden. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Kundenmagazins "Future Practice", wie Unternehmen bereits heute Innovationen nutzen, um effektive Entscheidungen für die Umwelt zu treffen.

Zur Person
Durga Godbole, Content Manager

Durga Godbole

Content Manager, T-Systems International GmbH

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