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Mainframe Modernisierung mit zFuture

Mehr Funktionalitäten, weniger Betriebskosten: Modernisierung und Transformation von veralteten Mainframe-Systemen

11. Juni 2024Carola Böttcher

zFuture: Mainframe-Modernisierungssuite

Unzureichende IT-Performance, fehlende Anbindung des Mainframe an die Cloud, hohe Kosten für Lizenzen und den IT-Betrieb, Mangel an Personal und Kompetenzen in „alten“ Programmiersprachen sind Gründe für die Modernisierung des Mainframe. zFuture ist die toolbasierte Modernisierungssuite für die Modernisierung von Anwendungen auf dem Mainframe, die Integration des Mainframe in neue IT-Umgebungen oder eine Ablösung des Mainframe.

Analyse, Strategie und toolbasierte Transformation als Eckpfeiler für Modernisierungserfolg

T-Systems geht Modernisierungsprojekte nach dem Schema DECIDE.PLAN.ACT. an: Ausgangspunkt des Projektes ist die Analyse des aktuellen Mainframe Technologie-Stacks. Dies erfolgt im Rahmen eines Assessments, basierend auf dem Gartner 7R-Ansatz, dem „Standard“ für IT-Modernisierungsprojekte.

Als Ergebnis empfiehlt T-Systems Kunden, welche Anwendungen auf dem Mainframe oder durch Migration modernisiert, welche entfernt oder durch Standardlösungen ersetzt werden sollten (DECIDE). Zur Planung der konkreten Umsetzung wird eine detaillierte Untersuchung des Codes von Anwendungen, Datenbanken, Datenmanagement, Scheduler, Batchprozesse, Archivierung, File Transfer, Sicherheit, Zugriffe, Verschlüsselung und Schnittstellen durchgeführt. Daraus erfolgt die Ableitung eines konkreten Zeit- und Kostenplans für die Modernisierung (PLAN). Ein validierter Business-Case, Risiko- und Projektmanagement mit realistischen Zeitfenstern für die Transformation und Modernisierung der Mainframe Komponenten, Aussagen zu Testszenarien sowie Tests und über Zielarchitekturen sichern das Modernisierungsprojekt ab (ACT).

Aus der Praxis – 3 Modernisierungsbeispiele

Use Case 1: Datenbankmodernisierung auf dem Mainframe

Ein auf Mainframe basiertes zentrales Zeiterfassungssystem sollte modernisiert werden. Enormer Kostentreiber im Betrieb waren die bisher und perspektivisch steigenden Lizenzkosten für die Datenbank. Das Zeitmanagement-System nutzte für seine Datenbank das historische Integrated Database Management System (IDMS). Das System speichert und verarbeitet die Daten im Batch-Modus.

T-Systems unterbreitete mehrere Modernisierungsoptionen. Die Entscheidung fiel zugunsten einer Transformation der IDMS-Datenbank nach DB2 aus. Die im Mainframe-Umfeld etablierte DB2 bietet im Gegensatz zu IDMS eine Vielzahl von Modernisierungsmöglichkeiten. Zudem unterstützen die relationalen DB2-Datenbanken nicht nur COBOL, sondern auch Java, C#, .NET, C++ und SQL. Diese Cross-Datenbank-Migration kennzeichnet den komplexesten Migrationspfad für Datenbanken. Datenmodelle und -formate müssen transformiert werden. Der größte Aufwand liegt in der Umstellung des Quellcodes für das Datenbankmanagementsystem (DBMS). Das DBMS verwaltet die Datenbank. Es bietet z.B. Schnittstellen für die Erstellung, das Bearbeiten und Abfragen. Im Laufe der Jahre war der Code für die IDMS-Datenbank auf 4,5 Millionen Zeilen angewachsen. Dieser musste angepasst und entsprechende Abhängigkeiten - eine übliche Fehlerquelle bei Mainframe-Refactoring-Projekten – berücksichtigt werden. Darüber hinaus unterlag der Code häufigen Wartungs- und Weiterentwicklungszyklen, um etwa neue Gesetzesvorgaben zu erfüllen oder die Entwicklung im Unternehmen abzubilden. Aus Kosten- und Effizienzgründen wurde die Code-Transformation mit dem T-Systems Partner Astadia automatisiert. Astadia-Werkzeuge eignen sich sehr gut, um Code aus Legacy-Sprachen in State-of-the-Art-Programmiersprachen wie Java zu transformieren. So wurde der Code in mehreren Zyklen transformiert, getestet, Fehler wurden identifiziert und korrigiert. Innerhalb von 18 Monaten entstand die finale Lösung. Sie erlaubt einen Automatisierungsgrad von 99,5 Prozent und sichert eine Null-Fehler-Transformation des Code-Transfers.

Use Case 2: Replatforming als Ausgangspunkt für die Modernisierungsstrategie

Ziel des Kunden ist die Umsetzung seiner „Off“-Mainframe-Strategie hin zur Cloud, um signifikante Kosteneinsparungen bei der Mainframe-Hardware, den Software-Lizenzen und Betriebskosten zu erzielen. Der Fokus liegt zunächst auf der Modernisierung einer geschäftskritischen, COBOL-basierten Anwendung im Unternehmensbereich Produktion. Es handelt sich dabei um ein System mit vielen zu migrierenden Instanzen und Schnittstellen, weltweiter Verteilung sowie Nutzung in Europa, Asien und Amerika mit 30 separaten Werksinstallationen.  

Ein detailliertes Assessment dient als Grundlage für das Verständnis der Anwendung, Abhängigkeiten, der Rolle der Applikation im Geschäftsmodell, der zugehörigen Infrastruktur und der Identifizierung von Risiken. Im Rahmen des Projektes erfolgt die Migration der Kundenapplikation auf den Software Defined Mainframe (SDM) des T-Systems-Technologiepartners LzLabs. Weitere Maßnahmen sind die Modernisierung des AJM Schedulers und die Umstellung auf Control-M sowie die Transformation der Makro-Programmiersprache auf natives COBOL. Darüber hinaus wird die gewünschte Azure-Cloudumgebung für den SDM vorbereitet und ein neuer DevOps-Entwicklungsprozess designt und implementiert. Im Rahmen eines systematischen Risikomanagements werden für den Parallelbetrieb Regressionstests zur Risikovermeidung bei der Migration von Anwendungselementen vom Mainframe auf die Cloud konzeptioniert und implementiert. Entscheidungsgrundlage für die Durchführung des Modernisierungsprojektes sind ein überzeugender Business Case, Maßnahmen, um Datenverlust zu vermeiden und die Beseitigung potenzieller Leistungsprobleme (5,5 GHz Mainframe vs. 3,6 GHz Cloud).

Use Case 3: Mainframe Applikations- und Datenmodernisierung mit Code Transformation

Das COBOL-basierte, zentrale und an deutschen Produktionsstandorten genutzte HR-System eines führenden deutschen Automobilherstellers soll in eine hybride Cloud-Umgebung migriert werden.  Daten und Vermeidung von Datenverlusten bei der Migration sind für den Kunden von hoher Bedeutung.

Ausgangspunkt für das Projekt ist die automatisierte Quellcode-Analyse über den T-Systems-Migrationspartner Astadia. Es erfolgt die umfangreiche Nutzung der Astadia-Transformationstools und die automatisierte Analyse der AJM-Jobnetzwerke durch den Technologiepartner apsware.

Im Rahmen der Transformation erfolgt die Migration des COBOL-Quellcodes nach JAVA, des JCL-Codes nach Bash, die Transformation von REXX- und CLIST-Skripten und Assemblerprogrammen in eine andere Skriptsprache. Für die Datenbankmigration wird Astadia DataTurn für die DB2-Migration in Postgre SQL verwendet. Darüber hinaus erfolgt die Implementierung neuer REST-Services. Testing ist eine wesentliche Kundenanforderung. Testszenarien existierten auf Kundenseite und können genutzt werden. Die Testautomatisierung ist eine wesentliche Aufgabe innerhalb des Migrationsprojekts, um den Aufwand und die Implementierungszeit zu minimieren sowie manuelle Fehlerquellen zu eliminieren. Im Rahmen des Projektes werden Funktions- und Regressionstests durchgeführt, um das Risiko bei der Migration auf die Zielplattform zu mindern. Last- und Leistungstests erfolgten, um die Integration aller Komponenten auf der Zielplattform nachzuweisen.

Der Einsatz moderner Migrationstools, ausgewiesene Mainframe-Expertise, langjährige Erfahrung in Integrations- und Migrationsprojekten und Kompetenz im Testing führten zu Vertrauen beim Kunden und der Durchführung des Projektes durch T-Systems.

Zur Person
CArola Böttcher

Carola Böttcher

PreSales Consultant, T-Systems International GmbH

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