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Drei Szenarien für die Mainframe-Modernisierung

Mainframe ist in vielen Firmen essenzieller Bestandteil der IT-Infrastruktur. Doch der Einsatz birgt Herausforderungen

16. Juni 2023Carola Böttcher

Wie steht's um das „Arbeitstier“ Mainframe?

Unternehmen müssen sich mit den Themen Mainframe und Mainframe-Modernisierung auseinandersetzen. Denn Mainframes sind in vielen Branchen und Betrieben nach wie vor unverzichtbarer Bestandteil der IT-Landschaft. Hohe Betriebskosten, nicht mehr kalkulierbare Lizenzkosten und fehlendes Mainframe-Know-how stellen die Firmen jedoch vor Herausforderungen. T-Systems bietet mit „zFuture“ drei Szenarien für die Mainframe-Modernisierung an. 

Herausforderungen beim Mainframe-Einsatz

Gruppe von Papierfliegern in einer Richtung und einer, der in eine andere Richtung zeigt

In vielen Unternehmen – überwiegend aus den Branchen Banken und Versicherungen, Telekommunikation und Transport – ist Mainframe nach wie vor essenzieller und zum Teil unverzichtbarer Bestandteil der IT-Landschaft. Kontinuierlich, sicher und stabil werden auf ihm tagtäglich Millionen von Transaktionen abgewickelt, Produkt- oder Personaldaten und andere strategische Informationen gehostet. So nutzen 71 Prozent der Fortune 500 Firmen Mainframe, zehn der zehn größten Versicherungen der Welt, 18 der 25 größten Einzelhändler weltweit, 23 der 25 größten Fluggesellschaften
Der erfolgreiche Einsatz darf jedoch nicht über die Herausforderungen von Unternehmen hinwegtäuschen, bei denen Mainframe im Einsatz ist. Zunehmend spüren sie Druck in Bezug auf hohe und zum Teil nicht mehr kalkulierbare Betriebs- und Lizenzkosten sowie aufgrund der Abwanderung von Know-how für Mainframe in der eigenen IT-Mannschaft. Darüber hinaus ist ein Perspektivwechsel oder eine strategische Neuausrichtung der IT notwendig, wenn es um die Nutzung von Technologien wie Cloud Computing und – in Kombination damit – von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning geht. 

Modernisierung lohnt sich

Insbesondere Cloud-Technologien bringen den Mainframe in eine starke Konkurrenz-Situation. Unternehmen müssen sich daher fragen: Wollen sie den zuverlässigen Partner Mainframe ganz aufgeben oder lohnt es sich, nach Wegen zu suchen, wie man diesen fit für die Zukunft machen kann?   

Die Position von T-Systems: Eine Mainframe-Modernisierung geht sehr wohl, obschon sie komplex und mitunter zeitaufwendig ist. Denn Mainframe gibt es bereits seit den 70er Jahren. Damit liegt es auf der Hand, dass in dieser Zeit die IT eines Unternehmens permanenten Veränderungen unterlag. Applikationen sind über längere Zeiträume wichtiger geworden, sie wurden angepasst, erweitert und damit auch komplexer und geschäftskritischer. 

Vom Arbeitstier zum Rennpferd – geht das? 

Geschäftskritische Anwendungen verschiebt man nicht einfach so von A nach B. Das Risiko von Ausfällen oder für den Verlust strategischer Daten wäre enorm. So ist es auch bei der Transformation von einem Arbeitstier zum Rennpferd. Hat man die Entscheidung getroffen, aus einem Arbeitstier ein Rennpferd zu machen, dann spielen der Trainer, das Training und die Ernährung eine wichtige Rolle. Und es braucht Zeit: Zeit, um das Rennpferd für den Wettbewerb fit zu machen. Gleiches gilt für den Mainframe. Jede IT-Landschaft ist individuell, von Eigenentwicklungen bis hin zu Standardapplikationen, von verwendeter Programmiersprache bis zu branchenimmanenten Besonderheiten, die im Rahmen einer Transition und Transformation berücksichtigt werden müssen.   

Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung im Bereich Mainframe und Mainframe-Modernisierung sowie strategischen Partnerschaften mit führenden Cloud-Plattformen unterstützt T-Systems Unternehmen bei der Anpassung an neue Technologien und damit einhergehend der Erschließung neuer Anwendungsfelder. Dabei bietet T-Systems drei verschiedene Szenarien für die Mainframe-Modernisierung an: Replatforming (Migration von Mainframe-Anwendungen in eine moderne Cloud-Umgebung), Refactoring (Modernisierung von Anwendungen auf dem Mainframe für Plattformunabhängigkeit) und Rehosting (Verlagerung von Anwendungen in eine gemeinsam genutzte Mainframe-Umgebung für geringere Kosten).  

Unternehmen müssen sich fragen: Wollen wir den zuverlässigen Partner Mainframe aufgeben oder lohnt es sich, ihn fit für die Zukunft zu machen?"

Carola Böttcher,  PreSales Consultant

Drei Szenarien für Mainframe-Technologien  

Welches Modernisierungsszenario passt, hängt vom jeweiligen Use Case, vom Kundenwunsch und der individuellen Situation ab. T-Systems hat dazu die zFuture Modernisierungs-Suite für Mainframe entwickelt:  

Replatforming  

Hat der Kunde den Wunsch, dass eine Applikation schnell Off-Mainframe betrieben werden soll, so ist im ersten Schritt das Replatforming die Lösung. Dabei wird die Mainframe-Anwendung auf eine moderne x86 Linux-Umgebung migriert. Nach der Migration erfolgt der Betrieb in einer Cloud-Infrastruktur. Für eine derartige Migration stehen dem Kunden verschiedene Varianten zur Auswahl, deren Migrationsergebnis je nach gewähltem Ansatz mehr oder auch weniger cloud-nativ ist. Ist die Migration abgeschlossen, genießt der Kunde die Vorteile von Cloud-Umgebungen wie Verbesserungen in den Bereichen Flexibilität, Kompatibilität, Skalierbarkeit und Performance und hat im Regelfall auch eine preiswertere Plattform. Anschließend wird die Applikation schrittweise durch Refactoring/Rearchitect/Rebuild modernisiert.  
Dabei werden üblicherweise nicht mehr zeitgemäße Strukturen der Applikation optimiert, Anwendungsteile gegebenenfalls durch standardisierte externe Komponenten ersetzt oder andere, meist geschäftskritische Bereiche, in Teilen neu entwickelt. Da die Modernisierung der Applikation nun bereits in der Cloud-Ziellandschaft umgesetzt wird, können deren Vorzüge vollumfänglich genutzt und implementiert werden. Dieses Szenario wählt, wer sich von immer höheren Lizenz-, Hardware- und Softwarekosten lösen will. Außerdem kommt es infrage, wenn die Anbindung einer Applikation an die Cloud nicht möglich und so die Flexibilität in der Datennutzung und beim Heben von Datenschätzen erheblich eingeschränkt ist. Um die Vorteile des Replatforming zu erreichen, ist es wichtig, eine sorgfältige Analyse des CMO (Current Mode of Operation) und eine frühe Auflösung der Risiken unter Beachtung des Shift-Left-Paradigmas vorzunehmen.  
 

Refactoring  

Refactoring/Rearchitecting/Rebuild sind Schritte, die man geht, wenn eine Anwendung im Vorfeld – beispielsweise basierend auf Cobol – auf dem Mainframe modernisiert werden und anschließend plattformunabhängig aufgebaut sein soll. Hierfür heißt es: „sauber machen“. Die Applikation wird aufgeräumt und dahingehend modernisiert, dass final eine moderne und cloud-ready Java Applikation vorhanden ist. Um das zu realisieren, sind verschiedene Schritte und auch der Einsatz von state-of-the-art Werkzeugen notwendig – etwa um mit Hilfe eines Clusterings die fachlichen Entitäten einer Applikation inklusive der Interfaces zu identifizieren und diese dann geplant und Step-By-Step zu modernisieren. Das Ergebnis ist eine serviceorientierte Architektur, die auch zahlreiche Interfaces nach außen, beispielsweise zu umliegenden Cloudsystemen, unterstützen muss. Für diese Anbindung setzen wir die T-Systems-eigene Lösung zWebConnector ein, mit der wir ein hochperformantes Werkzeug zur Realisierung von Echtzeitanbindungen unabhängig von der Integrationsrichtung zwischen Mainframe- und Cloud-Workload bieten können.   

Rehosting  

Läuft der Vertrag mit einem Mainframe-Anbieter aus und will man die Chance nutzen, den eigenen Mainframe zu verlassen, ist das Rehosting in einer Shared-Mainframe-Umgebung bei einem Service Provider eine Alternative. Diese Alternative sollten Kunden auch dann erwägen, wenn sie Applikationen nutzen, die sich bereits nahe dem Ende ihres Lebenszyklus befinden und für die tiefgreifende Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen nicht rentabel sind. Gleiches gilt, wenn Ressourcenprobleme angegangen werden sollen: Laufende Betriebskosten sowie die Kosten für den bisher notwendigen Bedarf an eigenen Entwicklerteams können mit Hilfe der von T-Systems angebotenen Managed Services auf Mainframe maßgeblich reduziert werden. Unsere Teams sorgen dafür, dass Kunden ihre Applikationen beruhigt und zudem kostengünstiger weiter betreiben können.  

Ist immer eine Analyse notwendig?  

Bevor Unternehmen mit den Anpassungen ihrer Mainframe-Systeme starten, ist eine sorgfältige Analyse notwendig, um Potenziale und den möglichen Nutzen einer Modernisierung zu ermitteln. Die systematische Analyse ist auf Applikations- und/oder Infrastrukturebene bedeutend für ein Transformationsprojekt. Das Applikations-Assessment von T-Systems ist daher Bestandteil jedes zFuture-Mainframe-Modernisierungsvorhabens unserer Kunden. Es gewährt Einblick in die Applikationen, ihre Kritikalität und ihre Besonderheiten und bildet nicht zuletzt die Basis für jedes Modernisierungsprojekt. Darüber hinaus kann das Assessment auch als Bereinigungstool von Altlasten wie totem Code und veralteten Datenbanken dienen.  

Warum sich Kunden für T-Systems entscheiden sollten  

Die vorweg beschriebenen Ansätze zeigen: Es ist möglich, den Mainframe zu modernisieren oder, um im Bild zu bleiben, aus einem “Arbeitstier” ein Rennpferd zu machen.   

T-Systems verfügt über mehr als 30 Jahre Mainframe-Know-how und Mainframe-Modernisierungs-Expertise mit der zFuture Mainframe Modernisierungs-Suite. Mehr als 900 Mainframer sind bei T-Systems in den unterschiedlichsten Kundenprojekten weltweit unterwegs. Unser Mainframe-Know-how bauen wir vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklung hin zur Cloud kontinuierlich auf und aus. Ein ausgezeichnetes und geprüftes Technologie-Partner-Portfolio unterstützt Modernisierungsprojekte bei der Erhöhung des Automatisierungsgrades für die Applikationsmodernisierung und dabei, Modernisierungsprojekte so effizient und effektiv wie möglich abzuwickeln.   

T-Systems ist strategischer Partner für Managed Cloud Services auf den weltweit führenden Cloud Plattformen von Microsoft, Google und Amazon. Außerdem bietet die Telekom Tochter eigene Cloud-Lösungen wie die Open Telekom Cloud, FCI (die Private-Cloud-Lösung von T-Systems) oder die T-Systems Sovereign Cloud powered by Google Cloud. So verbindet T-Systems seine langjährige und exzellente Mainframe- und Mainframe-Modernisierungs-Expertise mit dem Zielbild und den damit verbundenen geschäftlichen Fähigkeiten, die Cloud-Umgebungen bieten.  

Zur Person
CArola Böttcher

Carola Böttcher

PreSales Consultant, T-Systems International GmbH

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