Banner Hybride Netze: MLPS- und Internet-VPN

Die Netzwerke der Zukunft sind hybrid

Genügte noch vor kurzem eine klassische VPN-Verbindung (Virtual Private Network), um Mitarbeitern von überall aus den Zugriff auf Geschäftsanwendungen im unternehmenseigenen Rechenzentrum zu ermöglichen, führen aktuelle Entwicklungen zu einem anderen Szenario: Das explosionsartige Wachstum und die zunehmende Mobilität im Datenverkehr sowie die Vielfalt an Clouds und Apps bringen klassische Netzwerke an ihre Grenzen und machen den Einsatz hybrider Netze aus MPLS- und Internetverbindungen erforderlich.

Möglichkeiten der Datenübertragung

Mitarbeiter können über verschiedene Möglichkeiten auf Geschäftsanwendungen zugreifen.
Die richtige Lösung
Wide Area Networks
Gemanagte IP-VPN auf MPLS-Basis

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Eine professionelle Methode besteht darin, Standorte über ein MPLS-VPN (auch MPLS-IP-VPN) zu verbinden. Dabei läuft der Datenverkehr nicht über das öffentliche Internet, sondern über ein besonders sicheres und leistungsfähiges IP-Netz mit garantierter Übertragungsqualität. MPLS-VPN-Lösungen sind nicht nur zuverlässig und flexibel, sondern bieten auch zahlreiche Überwachungsmöglichkeiten. Marktstudien prognostizieren daher eine steigende Beliebtheit: Die Unternehmensberater von Grand View Research schätzen, dass der Markt für MPLS-VPN-Services von 2014 bis 2020 um 8,2 Prozent wachsen wird.
Trends in Richtung hybrider Netze
Eine Entwicklung, die herkömmliche Netze zunehmend belastet, ist das starke Wachstum des Datenverkehrs. Der Cisco Visual Networking Index™ prognostiziert eine Verdopplung des IP-Verkehrs zwischen 2016 und 2019. Dies bedeutet, dass der jährliche weltweite IP-Verkehr bis 2019 die Marke von zwei Zettabyte überschreiten wird. Zu diesem Wachstum tragen unter anderem Desktop-Videokonferenzen und IP-Telefonie sowie die steigende Beliebtheit von HD-Videos bei. Natürlich möchten Unternehmen ihren Beschäftigten den Zugang zu diesen modernen Kommunikationsressourcen ermöglichen, allerdings belasten diese Anwendungen mit hoher Bandbreite die IP-VPN-Infrastruktur und behindern so den Zugriff auf geschäftskritische Anwendungen. 
Der Cisco Visual Networking Index™ macht deutlich, dass der weltweite mobile Datenverkehr im Laufe der nächsten Jahre dreimal so schnell wachsen wird wie der stationäre IP-Verkehr. Viele Unternehmen unterstützen das Konzept „Bring Your Own Device“ (BYOD) und somit steigt der Bedarf an zusätzlichen Funktionen für mobile Geräte, wie beispielsweise die automatisierte Bereitstellung und Verschlüsselung geschäftskritischer Daten. Allerdings kann es kritisch sein, den Zugriff auf Geschäftsanwendungen mittels mobiler Geräte über MPLS-VPN zu ermöglichen. Unternehmen setzen daher vermehrt auf eine Kombination aus „Cloud First“ und „Mobile First“ und verwenden beispielsweise cloudbasierte Anwendungen wie Office 365.
In einer Zeit, in der mobile Geräte immer beliebter werden und Cloud Computing viele Annehmlichkeiten bietet, wünschen sich Nutzer mehr als nur die monolithischen Geschäftsanwendungen, die von den IT-Abteilungen bereitgestellt werden. Die heutigen Nutzer von Netzwerken sind IT-Verbraucher, die Anwendungen installieren und diese sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz verwenden möchten. Diese sogenannte Konsumerisierung sorgt in der IT-Welt für eine sich verändernde Anwendungslandschaft, die vielfältige Ressourcen erfordert und die verwaltet, gewartet und effektiv geschützt werden muss. Dies hat auch Auswirkungen auf die Struktur des Netzwerks: Die große Vielfalt der Anwendungen lässt verschiedene Formen des Datenverkehrs aufkommen, die an verschiedene Ziele gerichtet sind. Dennoch erwarten Nutzer, dass die Leistung zu jedem Zeitpunkt stabil und konstant bleibt.

Neue Ansprüche – neue Lösungen

Netze werden auf neue Art und Weise genutzt: Nutzer erwarten überall und jederzeit eine ausgezeichnete Konnektivität. Die MPLS-Technologie kann das technisch sehr gut leisten, aber häufig sind Internetverbindungen ausreichend und kostengünstiger. Dazu kommt, dass Unternehmen verstärkt öffentliches Cloud Computing einsetzen und dadurch immer mehr Netzdaten über das öffentliche Internet übertragen werden. Um Kosten einzusparen, rücken zunehmend Traffic-Offloading-Lösungen in den Vordergrund. Diese Lösungen ermöglichen die Nutzung sonst freier Kapazitäten von Internet-Backup-Bandbreiten im normalen Wirkbetrieb. So wird eine gesicherte Internetverbindung als zusätzlicher, permanenter Übertragungsweg konfiguriert und für übertragungstechnisch anspruchslosere Applikationen, den Back-up-Fall sowie zur Abfederung von Lastspitzen eingesetzt. Dies ermöglicht eine kostenoptimierte Nutzung der bestehenden Ressourcen. In Zukunft werden daher vermehrt hybride Netze aus MPLS- (Multi-Protocol Label Switching) und Internet-VPN eingesetzt werden.

Aufbau hybrider Netze und Multi-Cloud-Anbindung

Wichtig bei der Einrichtung hybrider Netze sind drei Faktoren. 
  • Internet-VPN und IPSec-Gateways: die Zuführung der IPSec-Tunnel auf eine deutlich erhöhte Anzahl von IPSec-Gateways
  • Offloading: Transport von übertragungstechnisch unkritischen Daten im Internet-VPN
  • Cloud Connector: die automatisierte Verbindung zwischen Kunden-VPN und Cloud-Service-Provider, um eine bestmögliche Qualität und kurze Realisierungszeit zu gewährleisten
Die richtige Einrichtung und Nutzung hybrider Netze bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Es können signifikante Kostensenkungen und Performancesteigerungen durch die Auslagerung spezifischen Datenverkehrs auf eine günstigere IPSec-Internetverbindung erreicht werden. Darüber hinaus bieten hybride Netze den Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten, Sicherheitsrichtlinien konsequent umzusetzen. Es wird sichergestellt, dass für die Nutzer überall dieselben Richtlinien und Schutzmaßnahmen gelten – ob sie nun einen Cloud-Service in Anspruch nehmen oder unterwegs mit einem mobilen Gerät auf das Netz zugreifen. Dabei besteht die Möglichkeit, das volle Potential der Cloud-Umgebungen zu nutzen – von der Private Cloud bis zur parallelen Nutzung verschiedener Public Clouds.