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Bereiche digitaler Innovation: Blockchain, Quantencomputing, VR/AR

Entdecken Sie weniger ausgereifte, neu aufkommende Technologien, die als wichtige Meilensteine digitaler Innovation gelten

04. Januar 2023Karsten Leclerque

Einführung neuer Elemente der digitalen Innovation

Cloud, IoT und Analytik sind hochgradig dynamisch, aber weithin bewährte Elemente der digitalen Innovation. Darüber hinaus werden weniger ausgereifte oder sogar neue Technologien als wichtige Meilensteine digitaler Innovation betrachtet, wie z. B. die Blockchain-Technologie, erweiterte und virtuelle Realität (AR/VR) sowie Quantencomputing.

Blockchain-Lösungen für reibungslose Geschäfte

Women holding a tablet.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie bereits Blockchain-Anwendungen implementiert haben. Im Kern ist eine Blockchain eine verteilte Datenbank. Das wichtigste Merkmal von Blockchain-Lösungen ist die breite Verteilung von Informationen, womit das Versprechen von höchster Transparenz, Unveränderlichkeit und Schutz vor Manipulationen sowie von Sicherheit verbunden ist. Sogenannte Smart Contracts können die Zusammenarbeit zwischen Partnern erleichtern und für die Erstellung von Workflows sowie zur Automatisierung von Geschäftsprozessen verwendet werden.

Öffentliche Blockchains

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In öffentlichen Blockchains kann jeder Benutzer einen Knoten betreiben und den gesamten Verlauf aller Transaktionen lokal speichern. Transaktionsbezogene Informationen sind in der Regel für jedermann sichtbar, während personenbezogene Daten der Benutzer verborgen bleiben. So ist beispielsweise der Transfer von Bitcoins für jeden sichtbar, während die beteiligten Handelspartner anonym bleiben.

Private Blockchains

Bei privaten Blockchains ist der Betrieb von Knoten geregelt und für gewöhnlich auf aktive/zugelassene Partner im Ökosystem beschränkt. Die Geschäftspartner sind in der Regel bekannt, die Inhalte der Transaktionen sind verborgen und nur für die jeweiligen Handelspartner sichtbar. Als Anwendungsmöglichkeiten nannten die Befragten vorrangig Zahlungsdienste und Rückverfolgbarkeit, aber auch anderes, wie zum Beispiel geistiges Eigentum, Smart Contracts (intelligente Verträge) und Non-fungible Tokens (NFTs), die in etwa den gleichen Stellenwert hatten.

AR/VR

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Erweiterte (Augmented Reality, AR) und virtuelle Realität (Virtual Reality, VR) haben in den letzten zehn Jahren erheblich an Popularität gewonnen. Laut unserer Umfrage hat mehr als ein Drittel der Befragten bereits Anwendungen implementiert, weitere 30 Prozent diskutieren über konkrete Projekte im Bereich AR/VR. Während virtuelle Realität (Virtual Reality, VR) ein digitales Abbild von Realität bezeichnet, das auf einem Computer erstellt wird, meint erweiterte Realität (Augmented Reality, AR) die immersive Interaktion von digitalen und analogen Gegebenheiten. Von der physischen zur virtuellen Welt: Smart Glasses und andere AR/VR-Geräte, wie Smartphones oder Kameras, sind auf dem Vormarsch.

AR-Brillen und VR-Headsets

Mit VR-Brillen können die Benutzer in eine neue, künstlich geschaffene Welt eintauchen, die täuschend echt erscheint. Sie können mit Walen unter Wasser schwimmen, ein Schiffswrack erkunden oder in ihrem neuen Haus herumgehen, bevor es gebaut ist. Bei diesen Welten kann es sich um Videoinhalte handeln, die mit einer 360-Grad-Kamera aufgenommen wurden, oder um eine 3D-Animation. Die virtuelle Realität ist jedoch nur mit VR-Headsets erlebbar, die die Außenwelt ausschließen. VR wird hauptsächlich in der Freizeit, aber beispielsweise auch zur Mitarbeiterschulung genutzt. Im Unterschied zu VR-Brillen isolieren AR-Brillen den Benutzer nicht vollständig von seiner realen Umgebung. Stattdessen zeigen sie Informationen zu seiner Umgebung an. So erfahren Lagerarbeiter, in welchem Regal sie das gesuchte Ersatzteil finden; Mechaniker erhalten nützliche Informationen über die technischen Komponenten, die sie reparieren sollen.

Eine nahtlose Welt im Metaversum erschaffen

Ein digitaler Zwilling ist eine virtuelle Darstellung eines physischen Produkts, Raums (z. B. eines Gebäudes, einer Fabrik) oder Prozesses (z. B. in der Produktion), mit der man Abläufe simulieren kann, bevor man diese bei dem realen Zwilling umsetzt. Das Ziel eines Metaversums liegt darin, eine Welt zu schaffen, die ähnlich wie die reale Welt nahtlos und kontinuierlich ist. Es enthält AR- und VR-Elemente. Während das B2C-Metaversum sehr auf den Konsum ausgerichtet ist, geht es bei einem Unternehmens-Metaversum um virtuelle Zusammenarbeit, immersives Lernen und virtuelles kollaboratives Design sowie um KI-Schulungen. Auch hier nannten die Befragten viele weitere interessante Anwendungsmöglichkeiten aus verschiedenen Branchen:

Quantencomputing

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Laut unserer Umfrage sind weniger als 25 Prozent der Befragten bereits mit der Quantentechnologie in Berührung gekommen, aber fast die Hälfte erörtert entsprechende Anwendungsmöglichkeiten.

Ein Quantencomputer nutzt die Eigenheiten der Quantenmechanik, um Berechnungen durchzuführen und Daten zu speichern. Der Unterschied zu einem digitalen Computer besteht darin, dass Quantencomputer in mehreren Zuständen gleichzeitig arbeiten. Das bedeutet, dass sie zahlreiche Berechnungen simultan durchführen können. Einer der Gründe für die Aufregung um Quantencomputing ist, wie sie für komplexe Aufgaben wie etwa das Modellieren skaliert werden können.

Dafür ist ein Algorithmus besondere Art erforderlich, der die Fähigkeit zur Simultanrechnung nutzt. Eine typische Aufgabe für einen digitalen Computer wird so programmiert, dass zu ihrer Lösung eine komplexe Reihe von Schritten ausgeführt wird, während es bei der Programmierung eines Quantencomputers eher darum geht, einen bestimmten Algorithmus zu implementieren.

Liegt die Zukunft im Quantencomputing?

Bis zum breiten Einsatz von Quantencomputern ist es noch ein weiter Weg, aber die Entwicklung dieser Computer schreitet voran. So ist bereits eine von Quantenphänomenen inspirierte Annealer-Technologie verfügbar, die es ermöglicht, Aufgaben in Echtzeit zu erledigen, die derzeit in Stapeln verarbeitet werden, wie z. B. Terminplanung und Flottenbewegungen.

Der Übergang zum „echten“ Quantencomputing wird ebenso epochal sein wie die digitale Revolution; es wird eine größere Vielfalt an quantenspezifischen Algorithmen zur Verfügung stehen und die Verarbeitungsgeschwindigkeit wird drastisch zunehmen.

Es ist daher von Vorteil, der Zeit voraus zu sein und zu überlegen, welche Elemente erforderlich sind. Auf die Frage nach den Bereichen mit dem größten Mehrwert nannten die Befragten viele interessante Anwendungsmöglichkeiten aus verschiedenen Branchen, die sich meist um einige Hauptanwendungsbereiche drehten:

Vorteile und Risiken von Quantencomputing

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Öffentliche Stellen in der EU haben sowohl das Potenzial als auch die Risiken der Quantentechnologie erkannt. Während die meisten privaten Technologiekonzerne, die die Forschung und Entwicklung im Bereich der Quanteninformatik vorantreiben, ihren Hauptsitz außerhalb Europas haben, stammen Investitionen in die Entwicklung des Quantencomputings in Europa in hohem Maße von öffentlichen Stellen.

Öffentliche Stellen in der EU haben sowohl das Potenzial als auch die Risiken der Quantentechnologie erkannt. Während die meisten privaten Technologiekonzerne, die die Forschung und Entwicklung im Bereich der Quanteninformatik vorantreiben, ihren Hauptsitz außerhalb Europas haben, stammen Investitionen in die Entwicklung des Quantencomputings in Europa in hohem Maße von öffentlichen Stellen.

Informationsquellen für innovationsbezogene Themen

Wie informieren sich Entscheidungsträger über digitale Technologien? Unsere Umfrage hat gezeigt, dass es sehr vielfältige Informationsquellen gibt:

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Am häufigsten wurde das Gespräch mit Geschäftspartnern genannt; der Austausch innerhalb des Unternehmens und sogar mit Konkurrenten ist nach den Angaben der Befragten ebenfalls eine wichtige Informationsquelle.
Die Zusammenarbeit mit IT-Beratungs- und -Dienstleistungsunternehmen sowie mit Unternehmensberatungen hatten etwa den gleichen Stellenwert. Doch was genau erwarten die Unternehmen von ihren externen Dienstleistungspartnern im Bereich der digitalen Innovation? 

Kriterien für die Auswahl eines Dienstleistungspartners im Bereich der digitalen Innovation

Unsere Studie hat gezeigt, dass Unternehmen in digitale Innovation investieren, um das Kundenerlebnis und die Qualität von Produkten und Dienstleistungen zu verbessern, ihre organisatorische Agilität und Effizienz zu steigern, die Integration von Geschäftspartnern zu erleichtern, ökologische Nachhaltigkeitsziele zu erreichen sowie transparentere und resilientere Lieferketten zu realisieren. Cloud, IoT und Datenanalytik sind die bewährten Elemente digitaler Innovation. Darüber hinaus gelten neue Technologien wie maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, Blockchain-Technologie, erweiterte oder virtuelle Realität und Quantencomputing als wichtige Meilensteine digitaler Innovation. Die befragten Entscheidungsträger wiesen aber auch auf Faktoren hin, die eine breitere Einführung digitaler Strategien behindern:

So werden Bedenken in Bezug auf Verfügbarkeit, Leistung und Sicherheit, Herausforderungen bei der Überführung von Projekten aus der Test- oder Proof-of-Concept-Phase in die Produktion sowie der Fachkräftemangel in der IT-Abteilung ebenso wie in anderen Geschäftsbereichen als Hindernisse für Investitionen in digitale Innovation angesehen. Eine Lösung für diese Herausforderungen kann die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Dienstleistungspartner sein, dessen Kernkompetenz im Bereich der digitalen Innovation liegt. Was erwarten die Unternehmen von einem solchen Partner?

In welcher Weise wollen Unternehmen unterstützt werden?

Unsere Umfrage hat gezeigt, dass Unternehmen insbesondere bei den technologischen Grundlagen der digitalen Innovation, also in Bereichen wie Analytik, KI, IoT usw., externe Unterstützung suchen. Für Innovationspartner kommt es deshalb darauf an, über ein umfassendes Portfolio zu verfügen, das diese Themen abdeckt.

Kontinuierliche digitale Unterstützung

Da viele dieser Technologien teilweise oder vollständig cloudbasiert sind und die Cloud weithin als wichtige Basis für Innovationen gilt, trifft dies auch auf cloudbezogene Beratung und Unterstützung bei Migration und Transformation zu.
Die meisten Unternehmen erwarten eine Ende-zu-Ende-Unterstützung bei der digitalen Innovation, von der Beratung bis zum Betrieb.

Kosten

Eine vernünftige Preisgestaltung ist natürlich unerlässlich, und angesichts der verschiedenen Krisen dürfte vernünftigen Preisen noch mehr Gewicht zukommen.
Bei der Auswahl eines Innovationspartners spielen diese jedoch nicht die wichtigste Rolle, da die Unternehmen wissen, wie wichtig es ist, digitale Innovationen einzuführen und dabei die besten Experten und Berater hinzuzuziehen.

Die Bedeutung der Branchenkenntnis

Auf den ersten Blick scheinen die Erwartungen an branchenspezifisches Prozess-Know-how relativ gering zu sein, wenn man bedenkt, welche Bedeutung dieses Know-how für die digitale Transformation und Innovation hat.
Allerdings sagen nur 39 Prozent der Befragten, dass branchenspezifisches Know-how überhaupt keine Rolle spielt, und viele Unternehmen betrachten die Prozesstransformation als ihren eigenen Kernkompetenzen zugehörig, während es ihnen bei den oben genannten unterstützenden Technologien ernsthaft an Know-how fehlt.

Datensouveränität und Private-Cloud-Lösungen

Angesichts der enormen Bedeutung von Public Clouds für die digitale Innovation werden Lösungen für die Datensouveränität bei der Auswahl eines Dienstleitungspartners höher bewertet als Services für den Betrieb von Private Clouds. Dennoch werden Letztere von zwei Dritteln der befragten Entscheidungsträger als sehr wichtig oder wichtig für die digitale Transformation angesehen.

Zum Autor
Karsten Leclerque

Karsten Leclerque

Head of Infrastructure & Cloud Services Practice, PAC

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