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Schulkinder mit Tablet

Moodle BW – Umzug in die Cloud

Wie Baden-Württemberg das Lernmanagementsystem Moodle BW transformiert und leistungsfähiger macht mit T-Systems

Lernmanagementsystem Moodle BW in der T Cloud Public

Baden-Württemberg steht als drittgrößtes Bundesland in Deutschland mit seinen zahlreichen Schulen und Lehrkräften im Mittelpunkt der digitalen Bildungsagenda. Die Einführung von Moodle BW in das Konzept von SCHULE@BW zeigt, wie gezielte Digitalisierung den Bildungsraum revolutionieren kann. T-Systems unterstützt dabei nicht nur mit innovativer Technologie, sondern auch mit Know-how und Erfahrung, um eine skalierbare und zukunftssichere Lösung zu gewährleisten.

Digitalisierung der baden-württembergischen Schulen

Moodle-Plattform im Einsatz im Klassenzimmer

Mit über 1,5 Millionen Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2025/2026 unterstreicht Baden-Württemberg seinen Status als drittgrößtes Bundesland in Deutschland. Das Land beschäftigt über 140.000 Lehrkräfte an knapp 4.500 Schulen – von der Grundschule über weiterführende allgemeinbildende Schulen bis hin zu Berufsschulen.  

Der erste DigitalPakt Schule des Bundes hat 2019 das Thema Digitalisierung auf die Agenden der baden-württembergischen Schulen gebracht. Damals begann das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport mit dem Aufbau von SCHULE@BW, einer modularen digitalen Bildungsplattform für Lernende, Lehrkräfte und Schulen. Frühzeitig entschloss sich das Bundesland, zwei Lernmanagementsysteme für unterschiedliche Bedarfe in SCHULE@BW zu integrieren: itslearning und Moodle. 
 

Global bewährt, lokal optimiert: Moodle in der Bildung

Moodle ist eine weltweit verbreitete Software für Lernmanagement. Die anpassungsfähige und sichere Open Source Software wurde in Australien entwickelt und ermöglicht verschiedene Formen des Präsenz- und Online-Lernens. Über 150.000 registrierte Installationen und 500 Millionen Nutzer greifen auf das Lernmanagement-System zurück (Stand Oktober 2025). Die Liste der Moodle-Nutzer ist illuster. Sie reicht vom College of Policing, der offiziellen Fortbildungseinrichtung der britischen Polizei, über die SOS-Kinderdörfer und Industrieunternehmen wie Mitsubishi Logisnext Europe, der Bekleidungsmarke Superdry bis hin zu LALIGA, der spanischen Fußballliga. Daneben nutzen natürlich auch Bildungseinrichtungen das Lernmanagement, z.B. die Universität von Indonesien, bei der etwa 60.000 Anwender von Moodle profitieren. 

Das Lernmanagementsystem „Moodle BW“ wurde in Baden-Württemberg rasch akzeptiert. Der schnelle Einstieg in ein digitales Tool zum Lernmanagement sollte sich für Baden-Württemberg auszahlen: Mit Ausbruch der Corona-Pandemie 2021 hatte das Kultusministerium ein Werkzeug in der Hand, den Ausfall des Präsenzunterrichts zu kompensieren. Mit der Übernahme von Moodle in die digitale Bildungsplattform wurde die strategische Entscheidung getroffen, die Anwendung künftig als Software as a Service zu nutzen. T-Systems setzte sich bei der europaweiten Ausschreibung mit dem besten Angebot durch.  
 

Gemeinsam mit T-Systems können wir den Betrieb von Moodle BW modern und professionell sicherstellen und unseren Schulen ein hochwertiges Angebot machen. Unsere Schulen haben mit der Digitalen Bildungsplattform SCHULE@BW ein modulares und performantes Gesamtangebot für den täglichen Einsatz.

Sandra Boser MdL, Staatssekretärin, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Land Baden-Württemberg

Auf einen Blick

Herausforderungen des Kunden

Das Kultusministerium entschloss sich, den Moodle-Betrieb zu vereinheitlichen sowie zu professionalisieren. Die Auslagerung an einen externen Partner sollte einen stabilen Betrieb auch in Hochlastzeiten gewährleisten und Moodle stärker an den Standard zurückführen. Nicht zuletzt musste bei der Transformation sichergestellt werden, dass Moodle BW in die digitale Bildungsplattform SCHULE@BW integriert wird.  

T-Systems gewann im Juli 2023 die europaweite Ausschreibung für die Cloud-Transformation des Lernmanagementsystems, den Infrastruktur- und Applikationsbetrieb sowie das IT-Servicemanagement und den Second Level Support. Seit 2025 wird oncampus aus Lübeck als versierter Partner für das Applikationsmanagement eingesetzt.  

Lösung von T-Systems

Es galt, nach einer sehr kurzen Vorlaufzeit den Betrieb zu übernehmen und gleichzeitig die Weichen für einen dauerhaft stabilen, performanten und wirtschaftlichen Betrieb zu stellen. Aus diesem Grund wurde ein mehrstufiges Vorgehen gewählt.

Der Transformationsplan setzte von Anfang an als Ziellösung auf Kubernetes als Standard-Container-Technologie. Mit Kubernetes kann Moodle BW plattformunabhängig betrieben werden – auch auf einer skalierbaren Cloud. Als neue Cloud-Betriebsplattform kam die führende europäische, souveräne Cloud, die T Cloud Public (früher Open Telekom Cloud) der Deutschen Telekom zum Einsatz. Sie überzeugte mit ihrem starken Datensicherheitskonzept und der Erfüllung der europaweiten Datenschutz-Ansprüche (EU-DSGVO). Zugleich konnte sie auch in verschiedenen Lasttests bestehen. 

 

Weitere Vorteile bei maximaler Souveränität

Lehrer zeigt das Lernmaterial den Studenten im Gymnasium auf dem Tablet

Zunächst wurde Moodle BW mit unverändertem Code und Inhalt auf Basis von OpenStack auf der T Cloud Public weiter betrieben. T-Systems stellte dafür für jede Instanz ein Cluster mit Elastic Cloud Servern zur Verfügung, deren Anzahl mittels Autoscaler dynamisch an die jeweilige Last angepasst werden konnte. In einer nachfolgenden Migrationsphase wurden die lokalen User dem zentralen Identity and Access Management (IdAM) zugeordnet und diese zusammen mit den Inhalten in eine neue und für alle Schulen jeweils einheitlich aufgesetzte Moodle-Instanz migriert. Seit August 2024 läuft der in die digitale Bildungsplattform integrierte Moodle-Service im Regelbetrieb, zu dem auch das IT-Servicemanagement sowie der Second Level Support gehört.

Zeitgleich wurde die Software für den Einsatz mit Containern in der Cloud vorbereitet. Die Applikationstransformation für diesen Schritt erfolgte zusammen mit oncampus. Oncampus ist für das Applikationsmanagement, die kontinuierliche Weiterentwicklung und den Third Level Support verantwortlich. Das Land betreibt seine Open Source Software mit maximaler Souveränität – ausschließlich mit deutschen Dienstleistern. Mit dem Übergang in die Cloud etablierten die Partner auch agile, Cloud-native DevOps-Mechanismen (Scrum). Neuerungen an der Software werden zeitnah und iterativ in Sprints ausgeliefert. Der Kubernetes-basierte Betrieb auf der Cloud Container Engine, die zugehörige CI/CD-Pipeline inklusive Testautomation wurde in nur drei Monaten zwischen März und Juni 2025 aufgebaut und im laufenden Betrieb ohne Serviceunterbrechung für den Nutzer in Betrieb genommen.

Business Impact

  • Stabiler, moderner Service für Lernende und Lehrkräfte
  • Flexible Skalierung bei extremen Lastwechseln im Schulalltag
  • Sehr kurze Bereitstellungszeiten für neue Schulen
  • Deutsche Cloud-Lösung: Souveräner Betrieb auf der eigenen, sicheren und DSGVO-konformen T Cloud Public
  • Zuverlässiger Digitalisierungspartner: Deutsche Expertise mit umfassender Erfahrung in großen Transformationen
  • Ganzheitliche Projektunterstützung: Langjährige Kompetenz in der Bildungsdigitalisierung 

Relevante Lösungen

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