Angesichts des steigenden Drucks, ihre ERP-Landschaft zu modernisieren und gleichzeitig eine unterbrechungsfreie Produktion und Logistik sicherzustellen, benötigte die Preh GmbH eine Lösung, die die Leistungsfähigkeit steigert und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in einem kostenintensiven Automobilmarkt sichert. In enger Zusammenarbeit mit T-Systems setzte Preh erfolgreich eine komplexe Transformation auf SAP S/4HANA um. Dabei wurden die eigenen Geschäftsziele mit der Expertise von T-Systems verbunden, um ein nahtloses und zukunftssicheres Ergebnis zu erzielen.
Das bereits vorhandene SAP ECC-System bei Preh musste ohne Umstellung von zentralen Geschäftsprozessen modernisiert werden, da Unterbrechungen in Logistik und Produktion nicht akzeptabel waren.
Zugleich sorgte der Abschwung in der Automobilbranche für einen erheblichen Kostendruck; dazu kamen organisatorische Umstrukturierungen sowie reduzierte interne Kapazitäten. Ebenso musste das Projekt mit zahlreichen parallelen Initiativen in Einklang gebracht werden, darunter der Einführung von Business Partner, EWM und der Istkostenkalkulation, wodurch sich Komplexität und Risiko erhöhten. Besonders kritisch waren die von Preh festgelegten strengen Go-Live-Vorgaben: Es war lediglich ein Downtime Fenster von 30 bis 35 Stunden erlaubt, wodurch eine fehlerfreie Umsetzung zwingend erforderlich war.
T-Systems empfahl und realisierte eine Brownfield-Systemkonvertierung auf SAP S/4HANA unter Verwendung der bewährten Design–Transform–Operate-Methodik, basierend auf den SAP-Activate-Best-Practices., In der ersten Phase führte T-Systems eine ganzheitliche S/4HANA-Vorstudie durch, um den richtigen Transformationsansatz zu definieren, notwendige Vorbereitungsschritte zu identifizieren, einen detaillierten Projektplan für die anschließende Migration zu entwickeln sowie den erforderlichen Aufwand und das Budget zu schätzen. Auf Basis der Ergebnisse dieser Analyse führte das Team eine 1:1-Brownfield-Systemkonvertierung auf SAP S/4HANA 2023 durch, um bestehende Geschäftsprozesse, Stammdaten und Integrationen beizubehalten und so die funktionale Kontinuität während der Transformation sicherzustellen. Dieser Ansatz ermöglichte es Preh, bestehende Geschäftsprozesse sowie Stamm- und Transaktionsdaten zu erhalten und gleichzeitig auf SAP S/4HANA 2023 zu migrieren.
Das Projekt folgte einer mehrstufigen Konvertierungsstrategie, beginnend mit einem Sandbox Proof of Concept, gefolgt von Entwicklung, Qualitätssicherung, Dress Rehearsal und der finalen Produktivkonvertierung. Umfassende technische und fachliche Tests – einschließlich Systemintegrationstests und User Acceptance Tests – stellten Stabilität und Datenkonsistenz sicher. T-Systems übernahm Beratung, Projekt, Testmanagement und Hypercare Support und arbeitete dabei eng mit den internen Teams von Preh sowie globalen Delivery-Einheiten, darunter T-Systems India, zusammen, um während des kritischen Go-Live-Zeitfensters eine präzise Abstimmung und Umsetzung zu gewährleisten.
Dieses Projekt zeichnete sich durch außergewöhnliche Präzision und Zusammenarbeit aus. Jeder Schritt war sorgfältig geplant und alle Maßnahmen waren perfekt aufeinander abgestimmt. Das starke Teamwork und das disziplinierte Vorgehen aller Beteiligten sorgten für einen reibungslosen Go-Live – und das in einem extrem engen Zeitfenster.
Gihan Deloney Caspar, Projektleiter bei T-Systems
Die erfolgreiche SAP-S/4HANA-Transformation brachte Preh erhebliche und messbare Vorteile. Die geplante Produktionsunterbrechung konnte auf lediglich 30 Stunden begrenzt werden, wodurch die Auswirkungen auf den laufenden Betrieb minimiert und eine unterbrechungsfreie Lieferkettenleistung sichergestellt wurden.
Durch die Wahl eines Brownfield-Ansatzes erreichte der Kunde im Vergleich zu einer Greenfield-Reimplementierung eine 20–30 % schnellere und kosteneffizientere Umsetzung, während bewährte Geschäftsprozesse erhalten blieben. Die System performance wurde durch die In-Memory-Funktionen von SAP HANA deutlich verbessert und ermöglicht nun bis zu 10-fach schnellere Reports sowie Echtzeit-Einblicke für Entscheidungsträger. Die Einführung rollenbasierter Fiori-Anwendungen vereinfachte die Nutzererfahrung und reduzierte die Komplexität, was zu einer Reduzierung der Transaktionsschritte um 10–15 % bei zentralen Anwenderrollen führte.
Vor allem aber verfügt Preh nun über ein zukunftsfähiges Kernsystem, das fortschrittliche Innovationen wie KI, IoT und weitere Automatisierung unterstützt und damit die operative Resilienz in einem wettbewerbsintensiven Automobilmarkt stärkt.