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Vom Reden ins Machen kommen

Warum Deutschland und Europa jetzt die Chance bei industrieller KI ergreifen müssen

Hören Sie unseren Podcast!
12. Mai 2026Dr. Ferri Abolhassan

Industrielle KI braucht mehr als nur Infrastruktur

Künstliche Intelligenz entscheidet schon heute darüber, wie Unternehmen entwickeln, produzieren, warten und skalieren. Gerade in der Industrie wird KI zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor: für Maschinen, Prozesse, Lieferketten, Qualität und neue Geschäftsmodelle.  

Europas Stärken nutzen

Ich bin überzeugt: KI kann die Wertschöpfung unserer gesamten Wirtschaft revolutionieren. Wenn die Unternehmen in Europa ihre KI-Fähigkeiten spürbar verbessern, können sie ihren Jahresumsatz laut einer Accenture-Studie um rund 200 Milliarden Euro steigern. Das größte Potenzial liege genau dort, wo Europa stark sei: in der Industrie und in kritischen Infrastrukturen wie Energie, Telekommunikation und Versorgung – also dort, wo industrielle KI aus Daten, Prozessen und Maschinen echte Wettbewerbsvorteile schafft.

Doch damit sie hier ihr riesiges Potenzial voll entfalten kann, braucht es neben einer leistungsfähigen und souveränen Infrastruktur auch eine Macher-Mentalität in Unternehmen und Behörden. Wir müssen unsere Chancen nutzen. Jetzt.

Über genau diese Themen habe ich mit Tech-Journalist Robert Weber im „The Industrial AI Podcast“ gesprochen. Er hatte mich eingeladen, um am Rande der Hannover Messe über unsere neue KI-Fabrik in München zu reden. Das habe ich sehr gerne getan! Denn für mich ist klar: Deutschland und Europa müssen bei industrieller KI jetzt liefern. 
 

In Rekordzeit zur Realisierung

Im Herzen Münchens haben wir als Deutsche Telekom und T-Systems in Rekordzeit eine Industrial AI Cloud aufgebaut – offen, sicher, souverän und skalierbar. Für die Industrie und den Mittelstand, für Behörden, den Defense-Sektor und die Wissenschaft. Unsere KI-Fabrik war genau das, was Deutschland und Europa gefehlt hat, um KI in die Fabriken und Ämter zu bringen, ohne die Hoheit über sensible Daten aus der Hand zu geben. Viele haben darüber geredet, wir haben‘s einfach gemacht.

Auch die Zahlen hinter unserer KI-Fabrik können sich sehen lassen: 10.000 NVIDIA-GPUs der Blackwell-Generation (DGX B200 und RTX Pro 6000), 20 Petabyte Speicher und bis zu 500 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde. Damit haben wir die KI-Rechenleistung in Deutschland in kürzester Zeit deutlich gesteigert. Also eine richtige Hausnummer an AI Compute Power. Aber die Hardware allein ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Was machen Kunden daraus?
 

Daten nutzbar machen

Im Podcast geht es deshalb nicht nur um GPUs. Es ging vor allem um konkrete Anwendungen: Digital Twins, Fabriksimulation, Predictive Maintenance, Qualitätsprüfung, Prozessoptimierung.

Ein großer Automobilkunde von uns kann zum Beispiel mit Hilfe von industrieller KI Produktionsstandorte simulieren, bevor die Produktionsstraßen physisch umgebaut werden. Ein mittelständischer Hersteller von Klimaanlagen ist dank Künstlicher Intelligenz in der Lage, Maschinengeräusche analysieren und daraus erkennen, wann ein System ausfallen könnte – und den Ausfall so verhindern. Auch für eine wettbewerbsfähige Textilproduktion in Europa eröffnen KI und Automation völlig neue Perspektiven. Und genau darum geht es: Vorhandene Daten nutzbar machen. Prozesse besser machen. Spezifisches Know-how skalieren.

Kurzum: Was wir an den Tisch bringen, ist die Technologie. Was unsere Kunden an den Tisch bringen, sind ihre Daten und ihr Wissen. So verheiraten wir das Beste aus zwei Welten und bringen Unternehmen, Institute und Behörden aufs nächste Level.
 

Mittelstand an die Hand nehmen

Mit unserem umfassenden Beratungsangebot machen wir den Start in die industrial AI für große und mittlere Unternehmen so einfach wie möglich. Gerade für den Mittelstand ist das entscheidend. Nicht jedes Unternehmen hat eine große IT-Abteilung mit Hunderten Spezialisten. Viele Unternehmen wissen sehr genau, welche Maschinen, Prozesse und Kunden sie haben. Aber sie brauchen Unterstützung, um daraus nützliche KI-Anwendungen zu bauen – und diese skalieren zu können.

Genau hier setzen wir an mit unserem Ende-zu-Ende-Angebot: mit Infrastruktur, Cybersecurity, Connectivity, Rechenleistung, Cloud-Lösungen und Business-Anwendungen von führenden Partnern wie SAP und Siemens. Wir bieten einen durchgängigen und souveränen Technologie-Stack, der keine Wünsche offenlässt. Kunden können bei uns mit reinem „GPU as a Service“ starten. Oder sie nutzen „AI as a Service“ und bekommen die komplette Lösung aus einer Hand. 

Porträtaufnahme von Ferri Abolhassan, Vorstand Telekom und CEO T-Systems

Der Markt hat auf ein solches Angebot gewartet. Unsere KI-Fabrik ist bereits zu 50 Prozent ausgelastet. Viele Unternehmen wollen industrielle KI testen, trainieren, skalieren und sicher betreiben.

Dr. Ferri Abolhassan, CEO T-Systems und Vorstandsmitglied Deutsche Telekom

„Made for Germany“

Natürlich ist eine Investition in dieser Größenordnung kein Selbstläufer. Eine Milliarde Euro investiert man nicht mal eben aus der Portokasse. Aber für uns war klar: Wir wollen diesen Schritt gehen. Wir wollen in Deutschland investieren. Für unsere Unternehmen. Für unsere Wirtschaft. Für ganz Europa.

Und die Nachfrage zeigt: Der Markt hat auf ein solches Angebot gewartet. Unsere KI-Fabrik ist bereits zu 50 Prozent ausgelastet. Viele Unternehmen wollen industrielle KI testen, trainieren, skalieren und sicher betreiben. Sie wollen in Zeiten globaler Konflikte aber auch den Zugriff und die Kontrolle über ihre Daten behalten. Digitale Souveränität ist für sie kein Zusatzargument, sondern Teil der industriellen Wettbewerbsfähigkeit.

Darum habe ich im Podcast betont, dass unsere Münchener KI-Fabrik auch ein Signal ist: Mit unserer Industrial AI Cloud haben wir das erste Leuchtturmprojekt der Unternehmensinitiative „Made for Germany“ geschaffen. Das zeigt: Wir können in Deutschland noch immer wichtige Dinge umsetzen – schnell und professionell. Dafür müssen wir nur mutig sind, die Ärmel hochkrempeln und Verantwortung übernehmen.  

Die Weichen für unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft mit KI werden jetzt gestellt. Wir sollten diese einmalige Chance nutzen, die Künstliche Intelligenz nach unseren Vorstellungen und Werten mitzugestalten, statt nur von der Seitenlinie aus zuzuschauen!
 

Jetzt reinhören

Warum industrielle KI mehr ist als Large Language Models, wie München zum „Model Gym“ für industrielle KI wurde und wie Unternehmen die KI-Fabrik der Telekom für ihre Projekte nutzen können – darüber hat T-Systems CEO Ferri Abolhassan im „The Industrial AI Podcast“ mit Tech-Journalist Robert Weber gesprochen.  

Hören Sie mal rein! Das Gespräch dauert nur rund 15 Minuten (ab Minute 21:30)

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CEO T-Systems International GmbH und Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG

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